Thomapyrina Frau: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Thomapyrina Frau''', geboren am 3. Oktober 1990 in [[Lübeck]] als deutscher [[Schriftsteller]] Thomas Mann - jedenfalls war er als Ururenkel von [[Thomas Mann]] von dessen Nachkommen stolz auf diesen Namen [[Kistentum|getauft]] worden mit der Gewissheit in den Herzen, dass er ein ganz großer werden soll, so einer wie Thomas Mann eben mit seinen ganz großen XXL-Bandwurmsätzen. Doch das [[Balg|Gör]] war unwillens, in der [[Schule]] auch nur einen [[Satz]] zu schreiben, der länger als drei [[Wörter]] war. Eine ärztliche Untersuchung aufgrund besorgter [[Eltern]] ergab, dass der [[Junge]] dem falschen [[Geschlecht]]e zugeordnet war und fortan ein [[Mädchen|Mädel]] sein sollte, also ein gefundenes Fressen für die [[Chirurg]]ie, der nur sehr selten so ein Glücksfall einer präpubertären [[Operation|Geschlechtsumwandlungsnotoperation]] auf dem OP-Tisch landet. Der [[Erfolg]] der OP war umwerfend: Kaum stand der [[Patient]] als Patientin wieder auf vom OP-Tisch, verlangte sie, fortan nicht mehr "Mann" heißen zu wollen. An ihrem Vornamen Thomas hing sie aber noch, aber Thomasine? Thomatine? Thomalla? Verdammt, es gab anscheinend keine gescheite [[weiblich]]e Form des Namens Thomas. Vorsichtshalber fragte sie [[die Ärzte]], die um sie herumstanden und gerade noch ihr [[Wunder]] der [[Medizin]] angeregt [[Diskussion|diskutierten]], danach, und denen fiel auch gerade nix besseres ein als ''Thomapyrina''.
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In der [[Schule]] besserte sich nichts: Drei Wörter, und keines mehr, in jedem [[Satz]], den sie von sich gab. Dennoch machte sie schließlich ihre mündliche [[Abitur]]prüfung in [[Deutsch]] mit [[Note]] Einsplus. Das setzte sich in ihrem weiteren [[Werdegang]] fort bis zur [[Doktortitel|Doktorarbeit]] über das [[deutsch|kamelonische]] [[Literatur]]-[[Archiv]] Marbach, in welcher sie zu jeder Buch-Inventarnummer der umfangreichen Belletristik-Forschungs-Bibliothek eine individuelle Inhaltsangabe in jeweils einem Satz verfertigte, und jeder Satz nicht mehr als drei Worte umfasst. Ihr Doktorvater scherzte, für soviele verschiedene Dreiwortsätze habe sie wohl den ganzen [[Wörtersee]] leergefischt.
 
 
 
Thomapyrina Fraus eigenes schriftstellerisches Oeuvre im Bereich der Belletristik umfasst nur eine [[Satire|satirische]] Novelle, in welcher sie mit ihren Dreiwortsätzen belustigt den aktuellen [[Entwicklung|Trend]] vom Dreiwortsatz, wie ihn die ältere [[Leute]] noch pflegen - berühmtes [[Beispiel]] ist [[Donald Trampeltier]] mit seinem geflügelten Wort "You're fired" ('Du bist gefeuert') - hin zum Zweiwortsatz der jungen Generation, wie etwa ''"Ey Alda"'', ''"Ey [[Digga]]"'', und ''"[[Deine Mudda]]"''. Titel des Werkes "Digga, Feuer?" Literaturexperten erwarten von ihr noch maximal zwei weitere [[Bücher]]. In ihrer [[Glaskugel]] sehen sie dystopische Fortsetzungsbände, in welchen die weitere Entwicklung beschrieben wird, erst vom Zweiwortsatz zum Einwortsatz, und schließlich zur Vollendung der Einsilbigkeit jeglicher [[Kommunikation]] der [[Menschheit]]. Die Kamelworte [[Möh]] und [[Mööepp]] beweisen ja, dass Einsilbigkeit nicht [[Kulturflatrate|Kulturlosigkeit]] bedeutet, sondern die Vollendung von [[Sprache]] an sich [[Bedeutung|bedeutet]]. Insofern können wir wohl davon  ausgehen, dass Thomapyrina Fraus [[Trilogie]] das Jahrhundertwerk des 21. [[Jahrhundert]]s werden wird, und nicht etwa zum [[Kopfschmerz]] der [[Deutschlehrer|Germanisten]].
 

Version vom 30. September 2020, 17:09 Uhr

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