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Version vom 12. Oktober 2005, 18:48 Uhr
Die Bundeskanzel ist das oberste Verkündungsorgan für Deutschland. Predigen darf in der Bundeskanzel, wer zuvor mittels einer sogenannten Wahl dort hineingewählt worden ist. Für die Wahl gelten allerdings strenge Vorschriften. So muss unbedingt sichergestellt sein, dass mindestans 80% der Wähler regelmäßige Bild-Leser sind. Ersatzweise kann als Wähler zugelassen werden, wer nachweislich seit mehr als 5 Jahren Abonnent der Schwachsinnsstrahlung ist oder täglich mehr als 5 Stunden 9live sieht.
Der Prediger-Job in der Bundeskanzel ist recht beliebt, kann man doch hier weitgehend folgenlos die ganz großen Sprüche klopfen, die dann auch noch im Fernsehen gesendet werden. Vor jeder Neuausschreibung gibt es deshalb einen höllischen Andrang. Die Beliebtheit des Amtes hängt wahrscheinlich damit zusammen, dass jeder, der einmal in der Bundeskanzel war, eine Straße nach sich benennen lassen kann.
Siehe auch: Bundeskannsnichtler, Helmut Kamelohl, Gerhard Schröder, Angela Topffrisur-Kamerkel
