Ö: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 16. August 2006, 17:30 Uhr

Das Ö ist wie Ä oder Ü ein Guck-in-die-Luft, weshalb es wie diese den Anschluss an das Alphabet verloren hat. Es ist allerdings etwas intelligenter und nicht ganz so bescheiden wie das meist kleinlaute ä und weitaus weniger kommunikativ als das Ü, welches immer sofort los-üt, vor allem am Telefon.

Ö ist jedoch, ehrlich gesagt, ein ziemlicher Unsympat, denn Ö ist ein gefürchteter Vielfraß, der weltweit immer wieder Hungersnöte herbeiführt. Damit der Unhold rechtzeitig erkannt wird, werden seit jeher überall Steckbriefe ausgehängt. Sein besonderes Merkmal: Er hat den Mund immer größer als die Augen und reckt diesen meist nebst Nüstern nach vorn.

Das Phantombild auf nebigem Steckbrief hatte damals ein gewisser „Meister Munch“ erstellt, der fast verschlungen wurde. Er wurde Ö in letzter Sekunde gewahr, als dieses einen grausigen Jagdschrei ausstieß. Munch erstellte in den Jahren 1892 bis 1895 noch weitere Phantombilder von Ö. Dennoch wurde Ö nie gefasst.

Auch Künstler thematisieren Ö. So tritt Ö in dem vertonten Werk „Der Wall“ von Rosa Fluid aus einer Mauer hervor. Solche mysischen Verklärungen sind nicht selten und finden ihren kulturellen Ausdruck auf vielen Ebenen. Ein Volksstamm nahe Teutschland hat, um die Bestie milde zu stimmen, sein Territorium damals Ös Reich genannt. Erst als dies keinen Effekt zeigte, wurde es faktisch richtiger in Ös Terrorreich umbenannt, dessen Bewohner, die Österrorreicher, auch vereinfacht Ösis genannt werden.