Die 10 Gehboote: Unterschied zwischen den Versionen

aus Kamelopedia, der wüsten Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
(AZ: Die Seite wurde neu angelegt.)
 
(korr.)
 
Zeile 1: Zeile 1:
[]
+
'''Die 10 Gehboote''' waren eine [[Erfindung]] des berühmtesten Zimmermanns der [[Geschichte]], nämlich von [[Josef]]. Als er aus seinem [[Exil]] aus [[Ägypten]] zurück kam mit seiner [[Familie]], gab es gerade keine [[Job]]s für Zimmerleute, aber die Fischer vom See Genezareth, also die [[Freund]]e seines Sohnes [[Jesus]], brauchten gerade einen Bootsbauer. Also zimmerte Josef Fischerboote. Jesu Brüder standen ihm als [[Azubi]]s zur Seite, und nach der Formel Pi mal Daumen musste das Werk halt irgendwie gelingen. Was dabei herauskam waren sehr sportliche Konstruktionen. Die Brüder trauten sich nicht, die zehn Boote, die sie mit ihrem [[Vater]] gezimmert hatten, selber zu testen. Aber ihrem Bruder, dieser Jungfrauenausgeburt, der anscheinend einen [[Liebe|besonderen Draht]] zu [[Gott]] hatte, dem muteten sie es zu - der Herr würde ihm bestimmt beistehen.
 +
 
 +
An einem Tag also sollte [[Jesus]] alle zehn Boote testen. Sie lagen am [[Strand|Ufer]], alle in einer Reihe aneinandergebunden, wie eine [[Karawane]]. Kaum hatte er im ersten [[Boot]] Platz genommen, schaukelte es schaurig und drehte sich bald um 180°. Jesus tauchte wieder auf und [[Meinung|meinte]], dieses sei zu kippelig. Und so testete er Boot für Boot: Jedes war zu schmal und kippte seinen Passagier immer schnell wieder aus. Betrübt über den Stand ihrer Bootsbaukunst gingen die Gebrüder erst einmal ein [[Bier]] trinken. Die Boote hatten sie garnicht für [[wert]] genug gehalten, sie überhaupt wieder an [[Land]] zu ziehen.
 +
 
 +
Nur Jesus ging nach dem Besäufnis nochmal an den See und sah, dass erstens ein Unwetter bevorstand, und zweitens der [[Wind]] die 10 aneinander gebundenen Boote in Kiel-oben-Stellung in einer Linie gen See-Mitte getrieben hatte, denn nur das erste Boot der karawanenartigen Bootskette war fest an Land vertäut. Also begab er sich in die nächste [[Kneipe]], wo seine Freunde, die [[Fischer]], ihren [[Stammtisch]] hatten, und log ihnen das Blaue vom [[Himmel]] herunter, dass sie just an diesem Tage noch den Fang ihres Lebens machen würden, wenn sich sich nur ASAP an Werk machten. Die benebelten Freunde bemerkten vor Vorfreude garnicht das aufziehende Unwetter, und stiegen in ihr großes Fischerboot, um zur Seemitte zu gelangen, um dort ihr [[Netz]] auszulegen. Kaum waren sie aber am [[Ziel]], begann ein [[Sturm]] zu toben, und sie jammerten, genau so, wie es Jesus von ihnen erwartet hatte. Wie ein Seiltänzer schritt er über die kaum aus dem Wasser ragenenden Bootskiele der verhinderten Sportboote ''Marke Josef'' zu ihnen, dass ihnen die Kinnlade runterfiel. So jammerten sie immerhin nicht mehr, und mit ein Paar salbungsvollen Worten konnte er sie routiniert, wie schon bei vorangegangenen gemeinsamen [[Abenteuer]]n, beruhigen. "In Sachen [[Psychomathematik|Seelenheil]] war der alte Jesus einfach ein [[Fuchs]]" bescheinigte ihm posthum sein Kollege [[Sigmund Freud]].
 +
 
 +
[[Kategorie:Psychologie]]
 +
[[Kategorie:Schifffahrt]]

Aktuelle Version vom 24. Februar 2021, 19:11 Uhr

Die 10 Gehboote waren eine Erfindung des berühmtesten Zimmermanns der Geschichte, nämlich von Josef. Als er aus seinem Exil aus Ägypten zurück kam mit seiner Familie, gab es gerade keine Jobs für Zimmerleute, aber die Fischer vom See Genezareth, also die Freunde seines Sohnes Jesus, brauchten gerade einen Bootsbauer. Also zimmerte Josef Fischerboote. Jesu Brüder standen ihm als Azubis zur Seite, und nach der Formel Pi mal Daumen musste das Werk halt irgendwie gelingen. Was dabei herauskam waren sehr sportliche Konstruktionen. Die Brüder trauten sich nicht, die zehn Boote, die sie mit ihrem Vater gezimmert hatten, selber zu testen. Aber ihrem Bruder, dieser Jungfrauenausgeburt, der anscheinend einen besonderen Draht zu Gott hatte, dem muteten sie es zu - der Herr würde ihm bestimmt beistehen.

An einem Tag also sollte Jesus alle zehn Boote testen. Sie lagen am Ufer, alle in einer Reihe aneinandergebunden, wie eine Karawane. Kaum hatte er im ersten Boot Platz genommen, schaukelte es schaurig und drehte sich bald um 180°. Jesus tauchte wieder auf und meinte, dieses sei zu kippelig. Und so testete er Boot für Boot: Jedes war zu schmal und kippte seinen Passagier immer schnell wieder aus. Betrübt über den Stand ihrer Bootsbaukunst gingen die Gebrüder erst einmal ein Bier trinken. Die Boote hatten sie garnicht für wert genug gehalten, sie überhaupt wieder an Land zu ziehen.

Nur Jesus ging nach dem Besäufnis nochmal an den See und sah, dass erstens ein Unwetter bevorstand, und zweitens der Wind die 10 aneinander gebundenen Boote in Kiel-oben-Stellung in einer Linie gen See-Mitte getrieben hatte, denn nur das erste Boot der karawanenartigen Bootskette war fest an Land vertäut. Also begab er sich in die nächste Kneipe, wo seine Freunde, die Fischer, ihren Stammtisch hatten, und log ihnen das Blaue vom Himmel herunter, dass sie just an diesem Tage noch den Fang ihres Lebens machen würden, wenn sich sich nur ASAP an Werk machten. Die benebelten Freunde bemerkten vor Vorfreude garnicht das aufziehende Unwetter, und stiegen in ihr großes Fischerboot, um zur Seemitte zu gelangen, um dort ihr Netz auszulegen. Kaum waren sie aber am Ziel, begann ein Sturm zu toben, und sie jammerten, genau so, wie es Jesus von ihnen erwartet hatte. Wie ein Seiltänzer schritt er über die kaum aus dem Wasser ragenenden Bootskiele der verhinderten Sportboote Marke Josef zu ihnen, dass ihnen die Kinnlade runterfiel. So jammerten sie immerhin nicht mehr, und mit ein Paar salbungsvollen Worten konnte er sie routiniert, wie schon bei vorangegangenen gemeinsamen Abenteuern, beruhigen. "In Sachen Seelenheil war der alte Jesus einfach ein Fuchs" bescheinigte ihm posthum sein Kollege Sigmund Freud.