Sozialverträgliches Frühableben

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Bedauerlicher Weise werden wir alle älter. Das alleine wäre ja nicht schlimm, wenn das Älterwerden nicht mit parasitären Randerscheinungen verbunden wäre.

z.B. Physische und geistige Verkalkung, wobei vielleicht beides zusammenhängt.

Erst versteht man die Welt nicht, und wenn man sie verstanden hat ist man so alt, dass einen keiner mehr ernst nimmt und alle Gesprächstpartner um einen herum sture Egosisten geworden sind und keine Lust mehr haben zuzuhören, geschweige denn die Erkenntnisse anderer anzunehmen.

Irgendwann kommt der Monment, an dem man es aufgibt, die Welt eines Besseren belehren zu wollen und man benötigt Mitmenschen, um selbst am Leben zu bleiben.

Am Einfachsten ist es, vorher den Löffel abzugeben, bevor es so weit ist.

Dann hätten jene Pfleger, die potentiell für einen selbst erforderlich wären genügend Zeit, die Welt auf eigene Faust durch viele Fehlversuche selbst zu erkunden, anstatt sich um den alten Knacker oder die alte Omma zu kümmern.

Nun, wie kann das aussehen?

Am einfachsten wäre es, wenn man einfach nicht mehr da wäre, und die ungestümen völlig ahnungslosen Jungen einfach alleine lassen würde. Sie hören eh nicht auf die Alten....

Aber so einen Schalter gibt es leider nicht. Ideal wäre ein Schalter den man Aus-, aber auch wieder An-Knipsen könnte. Das soziale Ableben besteht also darin, unsere Nachkommen nicht mit uns zu belasten. Weder mit besserwisserischem Wissen, für das wir Jahrzehnte benötigt haben es zu erkennen, noch mit den Kosten die wir verursachen, wenn wir alt sind. Oder aus Sicht eines Nachkommen: Die Alten sollten frühzeitig entsorgt werden.

Bedauerlicherweise verhindert dies ein akkumulierendes Wissen und jede Generation muss wieder bei Null anfangen. Aber egal! Wir allen sollten einen Suizidknopf mit dem Volljährigwerden eingepflanzt bekommen. Damit man sich freiwillig jederzeit vollständig unschädlich machen kann und die nachrückende Generation völlig frei von den Alten die Welt verbessern kann.