Bogenschießen

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Mannschaftssportart. Bogenschießen ist die Kunst mittels Wurfarm einen Pfeil in einem Bogen zum Ziel zu befördern.

Die Geschichte des Bogensports

Bogenschießen hat man bereits vor 5000 v.d.Z. betrieben. Auf Reliefs und Felszeichnungen aus dieser Zeit sieht man Figuren, die irgendetwas werfen, während andere irgendetwas fangen. Der Werfer hält dabei einen stilisierten Regenbogen in der Hand, das den Bogen an sich repräsentieren soll. Wegen der eingeschränkten Darstellungskunst (zwar dreidimensional in der Relieftechnik, aber eben unbewegt) der Zeit, wurden Abstriche in der Authentizität gemacht, weshalb man vieles nur symbolisch darstellen konnte. So hält der Fänger irgendetwas längliches in der Hand, das an einen sehr langen Pfeil erinnert.
Der erste überlieferte Text in dem der Begriff „Bogenschießen“ auftaucht stammt aus dem Jahr 321 n.d.Z.. Dort wird beschrieben wie man ohne Fänger als Werfer eine Trainingseinheit absolviert. Da Fänger sehr rar waren, verwendete man wilde Tiere als Fangziel. Der Begriff „Fangschuss“ hat hier seinen Ursprung.
Waren die ersten Pfeile noch über 1,80 Meter lang, wurden sie mit der Zeit kürzer.
Die ersten Mannschaftswettkämpfe fanden vermutlich während der Belagerung von Troja statt. Allerdings kam es durch eine Taktik zum Sieg der Belagerer, die heute verboten ist: Eine als Fänger verkleidete große Holzfigur, in der hundert Werfer Platz finden. Die Trojaner, die mangels Fänger jede helfende Hand gebrauchen konnten, nahmen dieses Geschenk in Form eines großen Fängers gerne an. Der Rest ist bekannt.
Nach und nach setzte sich dann der sportliche Charakter durch und Fairness hielt Einzug in die Wettkämpfe. Die Spielweise und die Regeln sind seit Beginn des Bogenschießens bis heute unverändert. Lediglich durch die schusssicheren Kabinen der Wettkampfleiter hat der Traditionssport einen modernen Anstrich bekommen. Man kämpft immer noch unbekleidet und ohne Kopfbedeckung. Nur der Werfer trägt aus Schicklichkeit einen Bastrock und die Fänger einen Mundschutz, wie vor knapp 8000 Jahren.


Felszeichnungen Werfer und Fänger.jpg

Felszeichnung mit Werfern und Fängern - ca. 2333 v.Chr.

(in einer Höhle bei Husum gefunden)

Regeln

Eine Mannschaft besteht aus 5 Werfern und 5 Fängern. Werfer werfen den Pfeil mit einem speziellen Wurfarm. Fänger der eigenen Mannschaft müssen den im Bogen geworfenen Pfeil fangen und diesen einem gegnerischen Werfer bringen. Der gegnerische Pfeil muss vom Werfer zu einer Zielscheibe gebracht werden, an der ein Wettkampfrichter dem Werfer mit dem gegnerischen Pfeil sagt wohin der ihn sich stecken darf. Nach dem Zufallsprinzip wird auf der Wertungsscheibe der Punkt ermittelt, den nur der Wettkampfrichter kennt, wohin der Pfeil gesteckt werden soll. Steckt der Pfeil, darf der Werfer wieder ins Spielgeschehen eingreifen. VORHER NICHT! Er MUSS warten bis der Pfeil steckt.

Der Spielbereich

Das Spielfeld hat die klassischen Maße: 440 Wurfarmlängen im Quadrat, sowie einen virtuellen, pyramidenförmigen Raum darüber. Die Fläche ist durch zwei Diagonale, die sich in der geometrischen Mitte treffen, aufgeteilt in:

No Go Area

Einschlagsgebiet der Pfeile. Hier darf niemand gehen. Es wird empfohlen hier schneller zu sein als der Pfeil. Hier halten sich nur die Fänger der eigenen Mannschaft auf. Die NGOAs der jeweiligen Mannschaft sind IMMER LINKS vom jeweiligen Werfer.

Die Runway Area

Bereich in dem der Fänger mit maximal fünf gefangenen Pfeilen zu dem Werfer der gegnerischen Mannschaft laufen muss.

Schießlinie

Hier stehen die Werfen der Mannschaften. SL ist an der RA der jeweiligen Mannschaft. Also RECHTS der eigenen NGOA.

Counter-Center

Dieser Bereich befindet sich zentral in der Mitte des Spielfeldes. Hier stehen die Wettkampfrichter in schusssicheren Kabinen und zeigen dem Werfer wohin der die Pfeile sich stecken darf.

E-Bucht

Hier werden An- und Verkäufe getätigt. Pfeile, Wurfarme und Spieler-Outfits können hier gehandelt werden. Gekauftes Material kann in den RAs ausprobiert werden.

Dauer des Spiels

Das Spiel ist beendet wenn alle Pfeile geworfen worden sind. Je nach Liga, Altersklasse und Geschlecht werden unterschiedlich viele Pfeile geworfen. Da es inzwischen vier Weltverbände gibt, ist die mögliche Anzahl der Pfeile fast unbegrenzt. In Europa (ohne Russland und Türkei) hat man sich auf 60, in Nordafrika auf 20 (Saharagebiet) und in Australien auf den reziproken Wert von 30 Fosters plus der aktuellen Lufttemperatur geteilt durch (Wurzel aus) Ozongehalt in 30 000 Metern Höhe geeinigt. Dieses gilt aber auch nur dann, wenn ein Tag mit ungeradem Datum auf Mittwoch, Freitag oder Sonntag fällt. Sonst gilt die "plus 50" Regel.

Spieler wechseln

Spieler werden nur dann gewechselt, wenn die Fangquote eines Fängers, verletztungsbedingt, unter 2% der insgesamt zu werfenden Pfeile beträgt.

Sonderregeln

Giftpfeile werfen ist verboten.

Plus50 Regel

Diese Regel bestimmt mit wie vielen Pfeilen eine Mannschaft mit einem Durchschnittsalter von unter 50 werfen darf. Liegt der Schnitt der Sportler bei 49 Jahren darf die Mannschaft mit 49 PLUS 50, also 99 Pfeilen werfen. Liegt der Schnitt bei exakt 50, sind es 100. Bei einem Durchschnittsalter von 51 Jahren sind es aber nur 51. Diese Regel gilt nur für Europa.

--Beispiele--

Bogensportplatz.jpg

40 Jahre = 90 Pfeile

41 Jahre = 91 Pfeile

52 Jahre = 52 Pfeile

73 Jahre = 73 Pfeile

Geräte

- Pfeile - Wurfarme - Wertungsscheibe


Taktiken

Die Taktik beim Bogenschießen ist entscheidend, ob eine Mannschaft gewinnt oder verliert. Es gibt unzählige Taktiken, die sich im Laufe der Jahrhunderte entwickelt und bewährt haben. Neben der allgemein üblichen Taktik „TTV“ (Tarnen, täuschen und verpissen) sowie „DBDDHKP“ (Doof bleibt doof – da helfen keine Pillen) sind folgende besonders effektiv:

Kreuz-Feldtaktik

Eine einfache Taktik, bei der Verwirrung im gegnerischen Lager gestiftet wird. Statt durch das eigene RA geht man durch das gegnerische und behindert gegnerische Fänger bei der Pfeilübergabe an eigene Werfer.

Tiller-Technik

Ein Gegner, der die KF-Taktik anwendet kann getillt werden, indem man den Betreffenden solange schüttelt bis der Wettkampfrichter eingreift und „TILLT!“ ruft. Der getillte muss 5 Pfeile aussetzen.

Ellen-Bogen-Trick

Ein wieder ins Spielgeschehen eingreifender Fänger kann, wenn er vom „Counter-Center“ kommt, mit einem Body-Chek außer Gefecht gesetzt werden. Dabei darf nur und ausschließlich der Ellenbogen eingesetzt werden. So außer Gefecht gesetzte Fänger müssen wieder ins Center, um dort behandelt zu werden.

Positive Effekte des Spiels

Dadurch, dass man in höchster Konzentration als Werfer seinen Job verrichten muss, das jahrelanges Training voraussetzt, sowie das strikte NICHTdenken einhalten muss, wird man im Laufe der Sportlerkarriere zu einer markanten Persönlichkeit. Schweigsam und konzentriert.

Sozio-Ökonomischer Aspekt

Während des Spiels entstehen Freundschaften, die sich durch das gemeinsame An- und Verkaufen von Pfeilen und Wurfarmen in der E-Bucht entwickeln. So manche Hochzeit ist bereits nach einem Spiel vollzogen worden.

Spielziel

Ziel des Spiels ist es so wenig Punkte wie möglich zu erlangen. Gewinner ist die Mannschaft mit der geringeren Punktezahl. Bei Punktegleichstand entscheidet ein Stechen. Dabei treten jeweils ein Fänger und ein Werfer der beiden Mannschaften gegeneinander an. Mit zwei Pfeilen wird „ausgestochen“. Bei erneutem Gleichstand entscheidet ein Kaffeesatzleser.


Allgemeine Gefahren-Hinweise

Sicherheitsbestimmungen
Gesundheitsrisiken
Umweltaspekte

Zukunftsaussichten

Sonstiges

Siehe auch.png Siehe auch:  Bogenscheißen, Höckerball

Siehe auch.png Vergleiche mit:  Langbogen