Benutzeroberfläche
Die Benutzeroberfläche ist eine Softwarekomponente und stellt den obersten Layer dar, welcher dazu dient, das Objekt bedienbar zu machen und ist im Idealfal speziell für die Bedürfnisse der Bediener konzipiert. Die Beliebtheit einer Benutzeroberfläche hängt nicht in erster Linie vom Preis oder Zuverlässigkeit ab, sondern insbesondere von der Handhabbarkeit und Bedienungsfreundlichkeit. Die Benutzeroberfläche sollte intuitiv, also ohne Schulung zu bedienen sein.
In DIN EN ISO 9241-110 ist der Begriff der Benutzeroberfläche definiert als „Alle Bestandteile eines interaktiven Systems (Software oder Hardware), die Informationen und Steuerelemente zur Verfügung stellen, die für den Benutzer notwendig sind, um eine bestimmte Arbeitsaufgabe mit dem interaktiven System zu erledigen.“
Oft wird die Benutzeroberfläche auch als „Benutzerschnittstelle“ bezeichnet, dies ist allerdings falsch, denn Benutzerschnittstellen sind äusserst schmerzhaft und man sollte deshalb von deren Benützung Abstand nehmen.
Arten
Je nach Ausführung der Oberfläche wird unterschieden zwischen:
- Zeichenorientiert: Sie stellt die Informationen in Textform zur Verfügung, der aus einer begrenzten Anzahl Zeichen besteht und sie kann durch Menüs, die aus Sonderzeichen zusammengesetzt sind, bedient werden. Sie ist der Vorläufer der grafischen Oberfläche.
- Grafisch: Die Darstellungen und Elemente (Arbeitsplatz, Kommunikation, Papierkorb usw.) können unter Verwendung eines Zeigers, wie eines Hufes, gesteuert werden. Dünne Umrandung markieren das Element, das gerade den Fokus des Users hat. Die Informationen können hardwaremässig oder auch softwaremässig bereitgestellt werden. Zur Zeit wird der Sehsinn, Hörsinn und der Geruchssinn für die Kommunikation eingesetzt.
- Anfassbar (engl. Tangible User Interface; Abk.: TUI): Dieser Ansatz erweitert die Systemfunktionalität um Elemente, die 3-dimensionale Eingabegeräte verkörpern und damit die Bedienung wesentlich erleichtern. Sie darf aber erst ab 18 Jahren benützt werden.
- Skalierbar: Alle genannten Oberflächen sind nur begrenzt skalierbar, im Gegensatz zu den übrigen, bietet die anfassbare Oberflächen, zu mindest in gewissen Bereichen, doch schon enorme Möglichkeiten.