Jammertal
Das Jammertal ist ein 4-dimensionaler Hyperraum in der antarktischen Eiswüste. Die exakten Koordinaten des Jammertals sind 08/15-Kamelen empirisch nicht zugänglich. Primäre Intention dieses Konstrukts ist die Hospitalisierung weinerlicher und/oder suizidaler Kamele, die aufgrund ihres pathologischen Geisteszustands nicht mehr gesellschaftsfähig sind. Das Jammertal begreift sich daher wesentlich als kamelonisches Endlager bzw. als Komposthaufen geistiger Zerrüttungen. Bauherr und Initiator des Jammertals ist die Weltgesundheitsorganisation (WHO), die verhaltensauffällige Kamele aus ihrem natürlichen Lebensraum verschleppt und in das Jammertal umsiedelt. Das Jammertal gilt als eines der modernsten Sanatorien der Welt - nach aktuellem Kenntnisstand der WHO hat sich bislang kein einziges Kamel aus dem antarktischen Labyrinth befreien können. Bei etymologischer Betrachung und unter Einbeziehung tradierter Verschwörungstheorien bezeichnet der Begriff "Jammertal" das ewiglich-andauernde Wimmern, Winseln und Flennen hospitalisierter Kamele.
Medizinischer Alltag im Jammertal
- Amputation der Extremitäten, insbesondere der Kamelhufe
- Lobotomie bei schizoiden Kamelen
- Kurzzüchtung der Vorderbeine - das Kamel erlernt den Känguruhgang
- Elektroschocktherapie und Applikation von Barbituraten und Tranquilizern
Antagonisten des Jammertals
Seit Stiftung der CHO (Camel-Health-Organisation) lassen sich zahlreiche Unkenrufe gegen die brutale psychiatrische Behandlungspraxis vernehmen; so haben sich in den vergangenen Jahren junge, aufstrebende Agitatoren der CHO für ein würdiges Ableben geisteskranker Kamele engagiert. Aber auch Greenpeace protestiert mit harscher Kritik gegen die Vorgehensweise der WHO: "Das Kamelodrama des Jammertals ist Kausalursache für das Abschmelzen der Polkappen und des Inlandeises", so ein Sprecher von Greenpeace. "Infolge ständigen Schluchzen und Flennen der hospitalisierten Kamele und der Emission heißer Kameltränen ist der globalen Erwärmung Tor und Tür geöffnet", wie er weiterhin ausführt.
Protagonisten des Tals
Getragen wird die Einrichtung von Schweinezüchtern und Hühnerfarmbesitzern, die so günstig ihre Fleischbänke in Europa auffüllen können. Unterstützt wird dieses Konglomerat von Tierquälern und Tierfleischexporteuren, die jährlich zusammen etwa 5 Millionen Euro in das Sanatorium fließen lassen. Der Aufbau der Infrastruktur ist teuer und notwendig, denn der vor einem Jahr fertig gestellte Flughafen ist derart überlastet, dass ein Neubau geplant ist.
Inzwischen haben auch Schnellimbissketten ihr Interesse angemeldet, da die Rindfleischproduktion die Nachfrage nach Hamburgern nicht mehr decken kann.