Diskussion:Fürsorgerischer Lebensentzug
Version vom 27. September 2009, 03:25 Uhr von WiKa (Diskussion | Beiträge)
Sorry, der ist mir zu nah an der Realität bzw. zu dicht am Originaltext. Über Zwangseinweisungen kann ich nicht lachen; ich denke aber, dass der zu retten ist, wenn er etwas subtiler geschrieben wird. ungott 19:38, 12. Sep. 2009 (NNZ)
- Der Artikel soll nicht Lachen über Zwangseinweisungen bewirken, sondern ist vielmehr eine Satire auf den Euphemismus "Fürsorgerischer Freiheitsentzug". Er zielt selbstverständlich nicht auf die Menschen ab, die vom FFE betroffen sind, sondern auf die Selbstherrlichkeit der hinter dem FFE stehenden Mentalität. Realitätsnähe ist (leider) ein grundlegendes Merkmal der Satire, übrigens denke ich, dass der Artikel durch den Ersatz von Freiheits- mit Lebensentzug sehr viel Subtilität innehat ("kann eine spätere Therapie nachhaltig beeinträchtigt werden" etc.).
Vergleiche mit: Sozialverträgliches Frühableben, wo eine ähnliche Einstellung ähnlich realitätsnah satirisch behandelt wird. Dort geht es auch nicht darum, über alte Menschen zu lachen. -- Kam-aeleon 21:23, 26. Sep. 2009 (NNZ)
- Jo. Danke der Belehrung; so euphemistisch der "Fürsorgerische Freiheitsentzug" rhetorisch auch daher kommen mag, vermag ich hierin dennoch keine (Real-)Satire zu erkennen. Der Umstand, dass einzelne Textbausteine unwesentlich moduliert wurden, ändert rein gar nichts daran, dass der Artikel über lange Strecken ein Plagiat des verlinkten FFE ist. Dass der Patient nunmehr nicht mehr in die Psychiatrie, sondern in einen Sarg verfrachtet wird, macht ihn überdies auch nicht subtiler und an die Qualitäten des sozialverträglichen Frühablebens reicht er bei Weitem nicht heran. Es braucht jetzt auch sicherlich keine Diskussion darüber, dass ich den Humorantrag selbstverständlich auch weiterhin unterstütze - er würde ja ohnehin wieder entfernt werden. Fazit: Der Artikel ist ebensowenig originell wie satirisch..naja...amüsieren wir uns halt zu Tode.. ungott 00:44, 27. Sep. 2009 (NNZ)
- Also ich sehe in dem Artikel auch keine gegklückte Satire. Dass eine Sache ins Groteske gezogen wird (Lebens- statt Freiheitsentzug), macht es im Hinblick auf die immernoch gleichbenannten Betroffenen (Geisteskrankheit, Geistesschwäche, Suchterkrankungen und schwere Verwahrlosung) und die noch immer spürbar auf "Freiheitsentzug" gemünzten fachbegriffstrotzenden Passagen nicht interessanter. So etwas kann bei Artikeln funktionieren und der Aussage einen spürbar grotesken oder lächerlichen Anstrich geben, klappt aber nicht immer und ist hier meinem Empfinden nach hier nicht geglückt bzw. fehl am Platz. In meinem Kopf breiten sich zu viele schreckliche Dinge beim Wort "Lebensentzug" aus, die aktuell stattfinden oder einst stattgefunden haben, so dass ich höchstens Übelkeit verspüre als dass ich mich darüber amüsieren könnte. Lezteres ist selbstverständlich meine Privatsache, beeinflusst aber gewiss mein Statement. Vielleicht doch nicht Privatsache, denn der "Lebensentzug" kranker Menschen hat auch in Deutschland im Dritten Reich stattgefunden, genannt "Euthanasie" (übrigens mit Unterstützung der katholischen Kirche). Der Umstand ist keine Satire, sondern Realität, der Artikel im Vergleich dazu eine Verharmlosung und keine Zuspitzung (die ich übrigens hier auch Fehl am Platz fände). Sicher war das nicht das Ziel des Artikels. Man selbst empfindet mehr noch als das Niedergeschriebene und deutet das in die eigenen Zeilen hinein, doch Andere sehen es immer noch mal mit einem Abstand, sehen es ganz neu. Für mich ist der Artikel beinah beleidigend in seiner Leichtferigkeit. --8-D 02:21, 27. Sep. 2009 (NNZ)
Dann würde ich den Damen empfehlen den Baustein wieder reinzusetzen (habe den im guten Glauben entfernt), damit es in Bearbeitung bleibt. Hernach müssen wir den Stinkefinger eben noch mehrfach drüberlaufen lassen. Das Thema selbst finde ich „böse“ genug, als dass es auch hier bei uns die passende Erwähnung finden sollte. Wie allerdings genau, da müssen wir dann wohl noch ein wenig patchworkeln. WiKa 03:25, 27. Sep. 2009 (NNZ)