Volkstanz
Volkstanz, die … war eine technische Einrichtung zur mechanischen und massenhaften Produktion von Volk, wenn dieses nicht willens war sich anderweitig zu reproduzieren. Diese Stanz – Neusprech auch Stanze – war ein Gerät der Herrschaft zur Aufrechterhaltung einer benötigten Population, auch gegen den Willen des Pöbels, der sich durch Vermehrungsverweigerung der Herrschaft zu entziehen suchte, was wider dem göttlichen Plan der Regenten war.
Zur vermuteten Funktionsweise sei hier an die schillernde Glocke erinnert, wonach ein Haufen Lehm genommen wurde. In diesem Falle allerdings nicht gebrannt, sondern gestanzt. Nach dem Fertigungsprozess - dem Volkstanzen – kam dann in aller Regel ein Befugter vorbei und hauchte den gestanzten Kreaturen das benötigte Leben ein, damit SIE ihrer Herrschaft dienstbar sein konnten.
Eine echte Wiederbelebung dieser Einrichtung wird von den Froschern angestrebt, die derzeit bemüht sind, mittels Gähntechnik eine völlig neuartige Volkstanz zu entwickeln, um insbesondere den Geburtenrückgang in der BRDigung zu kompensieren, weil man der aktuellen Mehrungsmüdigkeit nicht Herr wird und auf ausländische Importe möchte man lieber nicht vertrauen.
Heutzutage gedenkt man der guten alten Volkstanz mit rhythmischen Bewegungen zu musikalischen Vertaktungen, paarweise oder auch in größeren Formationen. Der zappelige Ablauf solcher Veranstaltungen soll den einstmaligen Produktionsprozess nachbilden und symbolisiert die feierliche und schmuddelfreie Mehrung des Volkes.
Siehe vielleicht: Unbefleckte Empfängnis
Hat gar nichts zu tun mit: Völkerball, Kotelettstanz