Horst Köhler
Horst Köhler ist nie ein deutscher Politiker gewesen. Von 2004 bis 2010 hatte er versehentlich das Amt der Bundespräsidenten inne, bis es schließlich jemand merkte und er zurücktreten musste.
Politische Laufbahn
Horst Köhler baute seine Laufbahn aus Scham vor Gaffern im Tresor einer Landesbank auf und trainierte dort still und heimlich das Aufsagen neoliberaler Leitsätze („Leistung muss sich wieder lohnen.“, „Die Reformen waren noch nicht weit reichend genug.“, „Über sieben Brücken musst du gehen.“) Derweil träumte er schon immer von höheren Aufgaben und heiratete deswegen eine Frau namens Eva, um später als Präsident oder dergleichen nicht in die Verlegenheit zu kommen, keine First Lady vorweisen zu können.
Namentlich kann sich Köhler natürlich das Material zum Schwarzmalen selbst herstellen und wurde somit in konservativen Kreisen zu einer gefragten Person. Seine programmatische Aussagelosigkeit gefiel der ebenso gepolten Bundeskanzlerin so gut, dass sie ihn der bunten Versammlung bei der Wahl 2004 vorschlug, wo sein einziger Gegenkandidat ein sterbender Schwan war. Nach fünf Jahren wurde er überraschenderweise wiedergewählt, weil außer besagtem Gegenkandidaten kein Schwan antreten wollte.
Wirken als Bundespräsident
Horst Köhler konnte als Bundespräsident mehrere Staatsoberhäupter Afrikas an ihren Kopfbedeckungen auseinanderhalten und trug auch sonst kaum zur internationalen Völkerverständigung bei. Er war Schirmherr diverser Krötentunnel und äußerte sich mehrmals inhaltlich zum Wetter auf Sylt. Großes Aufsehen erregte er mit der laut Presse verweigerten Unterschrift unter zwei Gesetze − unsere Nachforschungen ergaben aber, dass nur seine Hand eingeschlafen war.
Rücktritt
Am 31. März 2010 trat Horst Köhler mit sofortiger Wirkung zurück und fiel in einen tausendjährigen Schlaf. Als Begründung ließ Köhler verlauten, dass seine Äußerung, Deutschland müsse wieder mehr Kriege exportieren, von jemandem kritisiert wurde. Es ist zu vermuten, dass diese aus Versehen mit Inhalt versehene Mitteilung ihm nur herausrutschte und er in seiner Zeit als Präsident keinerlei Erfahrung mit Kritik sammeln konnte oder dass Köhler schon in der Grundschule immer so von seinem linken Sitznachbar gepiesackt wurde.
Sein Amt übernahm vorläufig das einzige Kamel, das in der deutschen Politik noch unbekannter als Köhler war, nämlich Jens Böhrnsen aus Bremen.
Bitte verwechseln mit: Horst Köhler-Misthaufen