Hostie: Unterschied zwischen den Versionen

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Der Ausdruck [[Hostie]] (lat. ''hostia'' = Opfer) bezeichnet in der katholischen und anglikanischen Tradition das brüderlich geteilte Bohnengericht. Der Ritus geht auf den heidnischen Brauch des Bohnenplättens zurück, der ursprünglich mit der Vorstellung der Seelenwanderung verbunden war: die verirrte Seele galt als Opfer einer [[Verwechslung]] der Bohne mit einem [[Fötus]], und wer eine Seele aus dieser Hülsenfrucht befreit, glaubte man, ermöglicht ihr die Wiedergeburt.
 
Der Ausdruck [[Hostie]] (lat. ''hostia'' = Opfer) bezeichnet in der katholischen und anglikanischen Tradition das brüderlich geteilte Bohnengericht. Der Ritus geht auf den heidnischen Brauch des Bohnenplättens zurück, der ursprünglich mit der Vorstellung der Seelenwanderung verbunden war: die verirrte Seele galt als Opfer einer [[Verwechslung]] der Bohne mit einem [[Fötus]], und wer eine Seele aus dieser Hülsenfrucht befreit, glaubte man, ermöglicht ihr die Wiedergeburt.
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Der Ursprung, welcher die Hostie aus Bohnen mit der Seelenwanderung in Verbindung bringt, ist die Gemeinsamkeit der Unsichtbarkeit bei Seelen und Blähungen. Blähungen verlassen den Körper des Gläubigen bekanntermaßen unsichtbar, zwar nicht immer unhörbar, aber ajuf jeden Fall verstärkt nach dem Verzehr von Bohnen. Sie Seele wandert sozusagen symbolisch mit der Hostie in den Körper und verlässt ihn wieder durch den Anus. Jedes 'Frrrt' eine Freilassung einer kleineren oder größeren Seele.
  
 
In den meisten Liturgien wird daher die Hostie nach der Wandlung „leere Hülse“ genannt, jedoch wurde der Akt der Wandlung selbst nach und nach mit sakralen Bedeutungen aufgeladen.
 
In den meisten Liturgien wird daher die Hostie nach der Wandlung „leere Hülse“ genannt, jedoch wurde der Akt der Wandlung selbst nach und nach mit sakralen Bedeutungen aufgeladen.

Version vom 21. Mai 2006, 22:11 Uhr

[] Der Ausdruck Hostie (lat. hostia = Opfer) bezeichnet in der katholischen und anglikanischen Tradition das brüderlich geteilte Bohnengericht. Der Ritus geht auf den heidnischen Brauch des Bohnenplättens zurück, der ursprünglich mit der Vorstellung der Seelenwanderung verbunden war: die verirrte Seele galt als Opfer einer Verwechslung der Bohne mit einem Fötus, und wer eine Seele aus dieser Hülsenfrucht befreit, glaubte man, ermöglicht ihr die Wiedergeburt.

Der Ursprung, welcher die Hostie aus Bohnen mit der Seelenwanderung in Verbindung bringt, ist die Gemeinsamkeit der Unsichtbarkeit bei Seelen und Blähungen. Blähungen verlassen den Körper des Gläubigen bekanntermaßen unsichtbar, zwar nicht immer unhörbar, aber ajuf jeden Fall verstärkt nach dem Verzehr von Bohnen. Sie Seele wandert sozusagen symbolisch mit der Hostie in den Körper und verlässt ihn wieder durch den Anus. Jedes 'Frrrt' eine Freilassung einer kleineren oder größeren Seele.

In den meisten Liturgien wird daher die Hostie nach der Wandlung „leere Hülse“ genannt, jedoch wurde der Akt der Wandlung selbst nach und nach mit sakralen Bedeutungen aufgeladen.

Zunächst wurde die Vorstellung einer Befreiung der Toten auf die Befreiung der Lebenden und ihre symbolische Kommunion ausgeweitet, womit der Akt des Aufbrechens der Hülse in einen Akt des symbolischen Aufbrechens der ich-bezogenen Verkrustung überging, die heute noch als "eigenbröteln" bezeichnet wird. Auf Grund seiner besseren Gestaltbarkeit verwendete man nämlich für den Akt des Krusten-Brechens Brot und heiligte seine Form dadurch, dass der Teig als vollkommener Kreis gebacken und reich verziert wurde. Durch das Teilen und den gemeinsamen Verzehr der an sich immer noch wert- und geschmacklosen Hostie, wurde der eigene Kreis von der Einheit des Ichs auf die Einheit der Kommunizierenden ausgeweitet.

Doch die so speziell gestaltete, oft mit Symbolen des Glaubens gestempelte Hostie führte schließlich zu weiteren magischen Missverständnissen, die den Akt der Kreisteilung überflüssig erscheinen ließen und stattdessen den unversehrten Kreis selbst als das Ziel der Wandlung auffassten. So werden in der katholischen Kirche gewandelte Hostien gar nicht verzehrt, sondern nach der Messfeier für die nicht Anwesenden, insbesondere für die Kommunion der Kranken und Sterbenden, bis zum natürlichen Zerfall im Tabernakel aufbewahrt. Diese gesicherte Aufbewahrung ist Ausdruck einer höchsten Wertschätzung, über die der protestantische Philosoph G.W.F. Pegel in einer Vorlesung das Bonmot fallen ließ: wenn eine Maus die Hostien im Tabernakel anknabberte, müsste ein Strenggläubiger ihre Kotkügelchen anbeten.

Von diesen kultischen Ausformungen unabhängig hat sich jedoch auch eine bedeutende profankulturelle Tradition entwickelt, die in Gestalt des Pizza-Backens einerseits wieder an die Ursprünge der Hostie als Alltagsbrot anknüpft, andererseits in Gestalt der Pizza-Schnitte aber auch an die im Kult völlig an den Rand gedrängte mathemagische Problemstellung der Wandlung des Kreises in ein Rechteck und weiter in ein Quadrat erinnert, an der sich erstmals Pythagoras versuchte.

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