Kamelobooks:Ölkrise/00001011
Inhaltsverzeichnis
- Zusammenfassung der bisherigen Ereignisse
- Kapitel 00000000
- Kapitel 00000001
- Kapitel 00000010
- Kapitel 00000011
- Kapitel 00000100
- Kapitel 00000101
- Kapitel 00000110
- Kapitel 00000111
- Kapitel 00001000
- Kapitel 00001001
- Kapitel 00001010
- Kapitel 00001011
- Kapitel 00001100
- Kapitel 00001101
- Kapitel 00001110
- Kapitel 00001111
- entstehendes Kapitel
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Der Kamelopedia-Roman!!! Das literarische Projekt 2006. Das hier ist erst der Anfang, der Titel gibt schonmal ein wenig das Thema vor. Es geht um Ihn, und um die Ölkrise. Er lebt irgendwo bei Kairo und arbeitet in der Innenstadt in der Zentralpyramide. Was er dort tut, und wie und was noch passieren wird, keiner weiß es bisher. Liebe, Intrigen, Krisen, Kriege, Rock'n'Roll, Drugs, Sex, raffinierte Technik, Lug, Trug und Betrug, Spionage und Camouflage, Sklaverei, Freiheit, Glück und Naturkatastrophen, alles ist möglich. Lies den Anfang, und setze die Geschichte zusammen mit anderen Kamelen fort.
Hier entsteht Weltliteratur!
Aktuell entstehendes Kapitel:
Kapitel 00001011
Derneteman, auch Dernie oder Dernetto genannt, lächelte zufrieden. Alles lief nach Plan. Durch einige korrupte Mundschmeissbeamte hatte er das Hauptquartier der Atlanter aufgespürt. Endlich würde er sich rächen können. Rächen an diesen elenden Atlanten, die den Eintralogen ausgerottet hatten. Er, eines der letzten Einzellmännchen, würde sein Volk rächen. Und dass die Rache mit der Weltherrschaftsübernahme verbunden war, freute ihn natürlich bösonders. Inzwischen hatte er sich Zugang zur Zentralpyramide verschafft. Sein Plan war einfach: Beseitigung des Majors, des GGs und von Kamelopatra. Dann stünde ihm auf seinem Weg zur Weltherrschaft niemand mehr entgegen. Ägypten wäre sein Sprungbrett zur ganzen Welt. Zur absoluten Globulisierung! Durch die Macht des Öls hätte er sie alle in der Hand! Alle! Dernie oder Dernetto schwebte im siebten Himmel. Plötzlich erschien vor ihm ein kleiner blau gekleideter Zwerg und rapportierte: "Kommen sie mal runter, Chef!" "Wieso?" "Da gibt's Probleme mit den zwei Neuen!" Dernie folgte seufzend dem Zwerg.
Sie betraten das Geheimversteck der Illuminaten. Dernetto sah Franz und Heinz-Dieter streng an und sagte: "Wie ich höre, macht ihr Probleme!" "Wir …" "Jaja, ich verstehe euch ja. Ihr wisst wahrscheinlich gar nicht, um was es geht." "Wir …" "Also gut, wenn ihr's wollt, wird euch unser Professor hier gerne eine Erklärung liefern." Ein Herr in einem blauen Talar trat vor und räusperte sich. Dann begann er zu erzählen: "Vor langer, langer Zeit, als die Erde noch rund war, gab es im Himmel mal neun Inseln: Australien, Eintralien, Keintralien, Neintralien, Jatralien, Alltralien, Neutralien, Alttralien und Astralien. Dann kam die Satansbrut der Atlanten hinauf. Sie erschossen sechs Pekamelusse, so dass Australien abstürzte. Jatralien und Neintralien wurden verwendet, um nichts (also den GG) zu produzieren. Die Atlanten rotteten alle Arten von Tralogen aus, bis auf den Astralogen. Also gänzlich hatten sie's nicht geschafft. Eine Eintralogszelle überlebte und wurde zum Einzellmännchen. Und so eins ist unser Chef. Er hat die Gruppe der Illuminaten gegründet. Er ist der einzige, der die Weltherrschaft verdient. Er ist …" Weiter kam der Professor nicht. Heinz-Dieter hatte ihm ins Gesicht geschlagen. "Renn, Franz!", schrie er. "Wohin?" "Zu Kamelopatra! Du musst sie beschützen. Ich werde derweil hier bleiben und … Ach, weißt du was, bleib du doch hier; ich geh!" "Was?", rief Franz entsetzt, doch schon wurde er von einigen blau gekleideten Bodybuildern gepackt und fortgeschleppt.
Heinz-Dieter hingegen nutzte das daraus entstehende Chaos und entkam. Er hastete x Stockwerke hinauf, bis er prustend und keuchend im 27. ankam. Er stürzte den Gang entlang, um Kamelopatras Büro zu beschützen. Doch er fand es nicht. Heinz-Dieter raste blindlings an Büro um Büro vorbei und stieß dann mit einem blau gekleideten Kamel zusammen. „Mist, schon wieder so ein Illuminate!“ dachte er sich, aber dann fiel ihm auf, dass das Kamel irgendwie anders aussah. Er sah genauer hin und bemerkte, dass auf der blauen Jacke des Kamels der Schriftzug OPEK stand, gerade groß genug, dass man es aus der Nähe erkennen konnte. Erstaunt sah er das Kamel an. „Komm mit!“ forderte ihn das Kamel auf: „Wir müssen Kamelopatra retten!“
„Wer bist Du?“ fragte Heinz-Dieter das Kamel. „Ich bin Special Agent James Blond von der OPEK. Ich habe den Auftrag, den Status Quo wieder herzustellen.“ Heinz-Dieter verstand nichts, aber wenn es um die Rettung Kamelopatras ging, dann war es wohl besser, James Blond zu folgen, auch wenn er keine Ahnung hatte, wer denn diese mysteriöse OPEK war, und warum sie Kamelopatra retten wollte. Nun ja, Hauptsache, sie wurde gerettet, und er war nicht wieder in eine Falle getappt.
Das OPEK-Kamel lief zielstrebig den Gang entlang, auf dem sich mit der Zeit ein lebhaftes Treiben entwickelte. Desorientierte Beamte, die durch den jäh gestoppten Ölfluss nicht mehr wussten, was sie überhaupt verwalten sollten, vermischten sich mit Illuminaten, die in das Gebäude eingedrungen waren, um die Herrschaft zu übernehmen. Dazwischen waren auch ein paar Agenten der Atlanter, die verzweifelt versuchten, sich ein Bild von der Lage zu machen, aber das blieb sowohl Heinz-Dieter, als auch den Beamten verborgen. Die Illuminaten erkannten zwar die Agenten, kümmerten sich aber nicht um sie, da sie wichtigeres zu tun hatten: Sie mussten die Macht übernehmen, und vor allem mussten sie Heinz-Dieter finden. Merkwürdigerweise liefen sie jedoch scharenweise an ihm vorbei, ohne ihn zu erkennen, obwohl jedem von ihnen ein Bild von Heinz-Dieter ins Gedächtnis gebrannt worden war.
Der Einzige, der hier wirklich wusste, was los war, war James Blond. Er erkannte sie alle: Die Illuminaten, die vergeblich nach Heinz-Dieter suchten, während dieser vor ihrer Nase vorbeilief, bemüht, das OPEK-Kamel nicht in der Menge zu verlieren. Die atlantischen Agenten, die ihren Vorgesetzten nur mitteilen konnten, dass hier das absolute Chaos herrschte – eine nicht sonderlich nützliche Information, denn das hatten die Atlanter auch so schon mitbekommen. Und Heinz-Dieter, der unscheinbare Angestellte, der loyal zu Kamelopatra stand, aber nicht im geringsten ahnte, dass ausgerechnet er die Schlüsselfigur in diesem ganzen Chaos war.
Nach einer knappen Viertelstunde standen sie plötzlich vor der Pyramide, und zwar genau dort, wo Heinz-Dieter seinen Benzinschlucker abgestellt hatte. Kurz darauf erschien auch Kamelopatra hier. „Los, schnell auf den Benzinschlucker“ sagte James und schwang sich selbst auf den Fahrersitz, was Heinz-Dieter überhaupt nicht gefiel, aber ihm war klar, dass das jetzt nicht die richtige Zeit für Diskussionen war, und da Kamelopatra es sich mittlerweile auf dem Beifahrersitz bequem gemacht hatte, nahm er selbst wohl oder übel auf dem Rücksitz Platz.
Kaum saß er, gab James auch schon Gas. James erwies sich als exzellenter Fahrer, er verstand es, aus dem Benzinschlucker eine Leistung hervorzubringen, von der Heinz-Dieter selbst nicht gewusst hatte, dass sie in ihm steckt. Und so hatten sie schon sehr bald sie Grenze der Stadt erreicht und rasten hinaus in die Wüste. „Wohin fahren wir?“ fragte Heinz-Dieter. „Zur OPEK-Zentrale“ erklärte James. Jetzt nahm sich Heinz-Dieter endliuch den Mut, zu fragen: „Was ist denn die OPEK?“ – „Die OPEK ist die Organisation Petrolem-Entwendender Kamele.“ erklärte James. „Offiziell sind wir eine verbotene Vereinigung, aber es gibt ja bekanntlich kein Problem, das sich nicht mit ein paar kleineren Zahlungen an die richtigen Stellen beheben ließe.“ – „Eine Geschäftsbeziehung, die sich letztlich nicht nur finanziell lohnt, wie man jetzt sieht“, ergänzte Kamelopatra.
Kapitel 00001100
Halb aus Kairo raus rief auf einmal Heinz-Dieter ganz entsetzt "Halt!". Sie schauten ihn fragend an und der Benzinschlucker rülpste beim Überqueren einer roten Hufgängerampel. Der Opek-Typ warf die Fußfesseln aus, fing die Hufe des Benzinschluckers ein, und alle fielen auf die Schnauze. "Was ist?" fragte Kamelopetra. "Ich hab was vergessen!" "Was denn?" wurde nun auch der Opek-Typ neugierig. "Cheffin, du erinnerst dich doch, die Befehlszäpfchen?" "Ja, natürlich, die Befehlszäpfchen!" "Ich habe die Fernsteuerung dafür noch in meiner Schreibtischschublade, und du musst irgendwo die Schlüsseldiskette dazu haben." "Ja, ich habe sie mit Klebeband unter meinen Herrscherinnenschreibtisch geklebt, da findet sie niemand." "Ich muss zurück, um diese Sachen zu holen!" "Moooooomentemal... Was meint ihr", fragte nun der Opek-Agent. Kamelopetra holte weit aus:
- Heinz-Dieter ist ein verkanntes, unterbezahltes Genie. Er als Systemadministrator der Zentralpyramide hat vor 4 Jahren alle Abakusse miteinander mit Bindfäden vernetzt. So bekommt jeder Mitarbeiter automatisch die neuesten Rechenergebnisse auf seinen Persönlichen Rechen-Abakus (PRA). Diese Lösung war allerdings nur die Zweite Wahl, die bessere Wahl war eigentlich das Befehlszäpfchen was er entwickelt hatte. Der Betriebsrat hat allerdings seinen Einsatz aus ethischen Gründen verhindert. Jeder Mitarbeiter sollte so ein Ding eingepflanzt bekommen, und wenn dann jemand auf seinem Rechenschieber eine Rechnung anstellte, sollte die Bewegung von dem Zäpfchen auf die anderen Zäpfchen übertragen werden, und so die Rechnungen per syncronisierten Handbewegungen von einem Abakus auf den anderen übertragen werden.
"Tolle Idee" bemerkte der Agent "aber was nützt uns das jetzt wenn sie nicht eingepflanzt wurden."
- Kein Problem, wir haben in der Kantine alle Speisen mit einem Grippevirus infiziert und dann hat unser Betriebsartzt zufälligerweise die Grippezäpfchen mit unseren Zäpfchen verwechselt... Wir haben sie nur noch nicht aktiviert. Dazu brauchen wir die Fernbedienung und die Aktivierungsdiskette.
"Mit der Fernbedienung", ergänzte Heinz-Dieter, "kann ich alle Mitarbeiter fernsteuern." "Na dann los, nix wie zurück und den Krempel geholt" forderte der Agent. Sie gruben sich aus dem Staub aus, klopften sich gegenseitig ab, und gingen in einen Secondhandshop. Hier gabs wunderbare Blaumänner und blaue Schukreme. Das wurde gekauft, Heinz-Dieter schmierte sich Hände, Füße und Gesicht blau und schlüpfte in den Blaumann. "Perfekt!" jubelte der Opek-Mann, "Er sieht aus wie ein Illuminant!" In einer benachbarten Karawanserei liehen sie noch ein anonymes Kamel, Heinz Dieter schwang sich drauf und hoppelte damit zur Zentralpyramide. Auf dem Weg dorthin übte er noch das Rückwärtssprechen.
Die Iluminanten waren überall, der ganze Zentralpark war blau, überall wuselte es, aber in seiner Verkleidung kam er problemlos bis kurz vor den Haupteingang. Er parkte das anonyme Kamel auf dem Parkplatz und begab sich zum Haupteingang. Nein, das sah überhaupt nicht gut aus, sie hatten die Eingangstüren zugeklebt, und die arme Iris, wer weis wo sie nun gefangen gehalten wurde. Sicher versuchte man, aus hier alle Zugangscodes herauszuquetschen. Er schwang sich also in den Spalt zwischen Zentralpyramide und Zentralpark, auf dem die Pyramide supraleitenderweise schwebte. Hoffentlich hielten das seine Zahnfüllungen aus! Er musste den Noteinstieg in der hochglanzpolierten Bodenfläche finden.
Wie er ihn gefunden hatte, erinnerte er sich einige Momente später nicht mehr, das supraleitende Feld und seine Zahnfüllungen hatten eine Erinnerungslücke geschaffen. Jedenfalls stand er jetzt im Kellergeschoss vor dem Aufzug. Ein Illuminant sprach ihn an "?erhaf guzfuA elloW" "ppuJ" erwiederte er. Der Illuminat drückte den Knopf, und der Aufzug kam, und Heinz-Dieter stieg ein. Er wollte in den 3. Stock, also musste er illuminisierend die Taste mit dem Schreibschrift-"E" drücken. Da kam er dann nach zwei Stunden auch an, denn Kinder hatten ihm einen Streich gespielt, und zuvor alle Tasten des Aufzugs gedrückt, nur die "E" als aller letztes, so dass der Aufzug erstmal alle gedrücken Stockwerke abfuhr, so oft, wie die Tasten gedrückt worden waren. Und bei 534 Zischenstockwerken war das eine ganze Menge. Dann stand er endlich vor seiner Bürotür. Er offnete. Darin traf er auf mehrere Illuminanten, die sich seine schönen Abakusse ansahen. Er musste sie irgendwie ablenken, damit er unbemerkt die Schublade öffnen konnte, um die Fernsteuerung in seinen Blauman zu manövrieren. Er nahm ein Blatt Papier und schrieb "nedneW ettiB" drauf, beidseitig. Das legte er den Illuminaten hin, und sie waren erst mal beschäftigt. Mit der Fernbedienung in der Hosentasche konnte er aus seinem Büro entwischen, und hastete die Nottreppe hinauf in die Chefetage. Seltsammerweise waren nun alle Türschilder in der richtigen Reihenfolge und er fand das Büro von Kamelopetra sofort. Die Illuminanten waren noch nicht in dieses Stockwerk vorgedrungen, so konnte er sich richtig Zeit lassen, um den Scheibtisch zu untersuchen. Er konnte dann aber schon von weitem die Diskette sehen, da klebte sie unter der Tischplatte... Ein Glastisch!
Wieder zuück bei Kamelopetra und dem Opek-Agenten, schwangen sie sich wieder auf den Benzinschlucker und fuhren zu Heinz-Dieter nach Hause, dort betrachtete der Opek-Mann erstmal die Diskette und die Fernsteuerung. Sowas hatte er noch nicht gesehen!