Arroganz

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Arroganz, die

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eine Kardinaltugend, die man sich verdienen muss; erstmals belegt bei dem griechischen Dichter Arschlos, der den Begriff Arroganz vom kriechischen agathós ("gut") herleitet. In der platonischen Politeia nicht wesentlich von Belang, vollzieht sich hingegen eine aristotelische Steigerung des Guten (agathón) bis hin zum Besten (ariston), um die Kette des Instrumentellen bis hin zur vergeistigten Glückseligkeit (eudaimonia) zu transzendieren.

Nicht von ungefähr meint Arroganz daher auch den Homo superior in seiner christlichen Selbstverpflichtung, die Herde mit Weisheit (sophía) zu segnen, um intellektuelle Luminanzen gleichfalls auf entsprechende Bruchstückmenschen zu übertragen - weshalb Arroganz auch in ihren religiösen Bezügen kaum noch als negativ konnotiert bzw. als Todsünde verstanden wird; in nächstliebender Hinwendung zu hirnverflachten Primaten versteht sich der Homo superior zurecht als Endzweck zur angewandten Handhabe der ethischen Beurteilung.

Die Hoffart des sublimen Menschen differenziert daher auch zwischen dreierlei phänotypischen Ausprägungen nichtswürdiger Hirnbarracken:

  1. Dumm, aber lieb
  2. Mit deinem Gesicht würde ich lachend in die Kreissäge laufen
  3. Äähh ... TSCHÜß
  • Wobei 1) die Abkehr von 3) nicht zwingend ausschließt, wohl aber wahrscheinlich ist
  • Und 2) in aller Regel mit 1) und 3) kollidiert
  • Und 2) eine nüchterne Feststellung des perzeptiven Erkennens ist
  • Und 3) die Summe von x (= 1+2+y) definiert, die solche Ausschlusskriterien hinreichend zertifiziert

Ein viertes, sehr modernes Selektionsverfahren für den interpersonellen Umgang stellt die sogenannte schwarz-gelbe Sophistik dar:

Nix Englisch. Das ist Deutschland hier. (Guido Schwesterwelle während einer internationalen Pressekonferenz nach der Bundestagswahl)

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