Hure
Die Hurmacherei ist so ziemlich das älteste Gewerbe der Welt. Ihr entstammt auch die bekannte Lebensweisheit: „Geld ist Zeit“, was nicht mehr oder weniger besagt, dass, wer viel Geld hat, auch viel Zeit bekommen kann.
Die ersten Huren waren Sonnen- und Wasserhuren, spätere Hurmacher erfanden Pendelhuren, Taschenhuren und schließlich Atomhuren (
Siehe auch: Sexbombe). Dieser Entwicklung sind auch die Schweizer Präzisionshuren zu verdanken, die exakt auf dem Punkt kommen. Neben Modellen für Herren gibt es angeblich auch Damenhuren.
Die Kunden der Huren sind die Hurzeitkamele, diese haben oft ganz unterschiedliche Vorlieben.
Manche stehen mehr auf dezente Modelle, bei einigen aber sind wegen der robusten Bauweise die Standhuren sehr beliebt, die man schon mal etwas kräftiger ausfziehen kann, ohne dass es gleich einen Zeitsprung gibt – Kunden mit entsprechendem Ständer stehen sogar auf den mächtigen Schlag der Standhuren. Außerdem sind sie sehr praktisch, weil direkt am Standort zu gebrauchen und autark von Stundenhotels und ähnlich zeitintensiven Einrichtungen. Um eine Standhur zu verstellen, also ihren Standort zu wechseln, braucht man das sog. Hurherberrecht, welches nach dem entsprechenden Antrag von den meisten Standhuren nur sehr sporadisch vergeben wird. Daneben gibt es viele weitere höchst individuelle Hurmodelle, deren Vorzüge und Tücken im Folgenden näher erläutert werden sollen.
- Eine Empfehlung wert, besonders für den nicht ganz so dicken Beutel, sind die Discounthuren. Sie sind nicht nur willig, nein, auch billig - denn wie der Name verrät, können sie nicht zählen. Sie haben ein extrovertiertes Wesen, wenn auch gewisse Ausdrucksschwierigkeiten (vergl. Abb. Schriftstück rechts).
- Für den kleinen Beutel weniger geeignet sind Goldhuren, auch bekannt als Edelhuren (z.B. Rolex) – sie sind nur für potente Kunden zu haben.
- Kuckuckshuren sollten Sie eindeutig meiden - die sind zum Austicken: Sie können gar nicht so schnell auf die Hur gucken wie Ihnen das Geld aus der Tasche gezogen und Ihnen dabei auch noch was untergejubelt wird.
- Wer nur ein wenig spielen will, benötigt eine Spielhure. Diese Modelle sind allerdings wegen der wachsenden Benzin- und Butterpreise sowie des Klimawandels am Aussterben. In manchen Gebieten der Welt gibt es sie nur als Erbstücke. Sie haben zudem keinen guten Ruf, da die Politiker sich nicht sicher sind, ob sie zu den Huren zu zählen sind. Sie zeigen nämlich nicht einmal die Zeit an.
- Turmhuren (
Hat gar nichts zu tun mit: Kirchenhure) besitzen im Allgemeinen keinen sonderlich guten Ruf, denn meistens hängen sie nur herum, sind äußerst unflexibel, bewegen sich kaum mehr als einmal pro Minute und fallen eigentlich nur durch ihre großen Glocken auf. Ein Läutchen ist von ihnen auch nur selten zu vernehmen. Kenner der Szene sind jedoch von ihren guten innere Werten überzeugt und wollen diese altbewährten Modelle nie wieder missen.
- Bahnhofshuren hingegen sehen oftmals zwar von weitem gut aus, doch bei näherem Hinsehen offenbart sich, dass die meisten ziemlich kaputt sind.
- Ebenfalls Geschmackssache sind die Armbandhuren. Sie sind zwar sehr anhänglich, passen so ziemlich jedem und fallen in der Öffentlichkeit nicht auf, dafür wird man sie, wenn man Pech hat, schneller los, als einem lieb ist. Außerdem gehen Armbandhuren meistens falsch und auch fremd, egal, wie oft man sie (oder ihnen) nachstellt. Daher ist in manchen Kultuhren (z.B. Vultuhrismus) das Tragen von Armbandhuren strengstens verboten.
- Etwas sehr Spezielles sind die hauptsächlich am Strand zu findenden Sandhuren (verschiedenste Körnungen erhältlich), die eine gewisse Schmerztoleranz voraussetzen.
- An einigen Straßenecken verführen Huren ToGo zum raschen Zugreifen. Häufig gehen sie plötzlich vor, allerdings nur, wenn Herren ohne Damenbegleitung vorbeispazieren. Bei manchen Exemplaren klappt sogar das Gehäuse auf.
- Wer auf dezente Modelle aus ist, sollte die klassische Reisehure (auch bekannt als Reisewecker wegen integrierter sanfter Weckfunktion) genauer ins Visier nehmen. Sie hat vergleichsweise kleine Glöckchen, ist stets etwas steif und nur für Reisende geeignet, wie der Name schon sagt. Wie ihre Popularität beweist, hat ihr Hurwerk hohe Qualität.
- Die Zeitschalthure ist ebenfalls ein erwähnenswertes Modell. Ihre Benutzung ist nur während bestimmter Phasen möglich, was gut für Männer ist, die ihren Sexualtrieb einschränken wollen. Um die Phasen zu verändern, ist nämlich ein Passwort nötig, das kein Schwein kennt. Aus diesem Grund haben die Zeitschalthuren mit der Zeit an Beliebtheit verloren.
- Der Klassiker unter den Huren ist jedoch die heimische Küchenhure, auch Ein-und-alles-Hure genannt. Grundsolide, manchmal etwas schwer in Gang zu bringen, aber jederzeit fürs Grobe zu haben. Ob für den Quickie am Herd, das Erhitzen der Eier oder für die schnelle Nummer vor der Arbeit … sie zeigt Präsenz, ist wenig zickig, manchmal laut, aber dafür des Singles Liebling, die er sich mit niemandem teilen muss. Manchmal neigt sie zur Sehnenscheidenentzündung, dann ist ein Seitenwechsel zu empfehlen.
- Besonders in Schland besuchen neuesten Umfragen zu Folge mehr als 50 % der Herdenpopulation regelmäßig die so genannten Stempelhuren. Experten gehen sogar davon aus, dass die Dunkelziffer wahrscheinlich noch viel höher liegt. Das Problem mit dieser Hurenart ist die äußerst enorme Zulaufrate besonders zu Schichtbeginn, -ende und in der Mittagspause, die u.a. dazu führt, dass bei ihr so großer Andrang herrscht, dass manchmal Kamele sogar versuchen, paarweise oder in Gruppen ihre Stempelutensilien in Sie hineinzustecken. Damit die Stempelhure hiermit nicht durcheinander kommt, erhält jedes Kamel von ihr einen Aufdruck auf sein Zubehör. Sie kann so nicht nur jedes Kamel anhuf seines Stempelgeräts erkennen, sondern auch ganz genau festhalten, welche Kamele früher und später kommen. Chefs, die sich in der Regel nicht mit den Stempelhuren einlassen, schauen doch immer wieder gerne, wie, wann und wo ein Mitarbeiter herumgestempelt hat. Manche Stempelhuren melden den Stempelverkehr auch regelmäßig direkt an die Personalabteilung. Weil die Stempelhuren sich besonders während der Hauptarbeitszeit nicht nach jeder Benutzung waschen können, verteilen moderne Betriebe sogar Plastikstücke zum Stempeln. Bisher ist allerdings auch so noch nie bekannt geworden, dass sich mal ein Arbeiter eine Krankheit bei ihr geholt hätte. Die zeitgemäße Stempelhure lässt es heute auch nicht mehr zu, dass jeder etwas in sie hineinsteckt, sondern lässt sich einfach nur noch an speziellen, tastempfindlichen Körperstellen mal berühren. Überhaupt ist diese Hurenart so eingebildet, dass sie sich nur von geldverdienenden Kamelen befummeln lässt, Arbeitslosen, Sozialhilfeempfängern oder Rentner zeigt sie frech den kalten Höcker. Wer aber meint, der hohe Andrang sorge für hohe einnahmen der Hure, der irrt, denn am Monatsende gehen sie, wie viele Praktikanten auch, immer leer aus, darüber hinaus haben sie nicht einmal einen Hurlaubsanspruch. Eigentlich ist sie die Fachidiotin unter den Huren, weil sie stets das Gleiche macht, wie festgeschraubt immer an die gleiche Wand gelehnt herumsteht, selbst wenn ein Kamel in sie vordringt, nie stöhnt oder etwas sagt, höchstens mal ganz leise summt, brummt oder knarrt und sich zwischen den Schichtzeiten meist ziemlich langweilt. Gerade auch weil sie permanent unter Strom steht, taugt sie auch nie für mehr als einen Quicky. Die Anschaffung einer Stempelhure in Betrieben unter fünf Kamelen lohnt in den meisten Fällen nicht, ihre Aufgaben werden dann vom Chef selbst oder von der Chefsekretärin in Hufarbeit übernommen. Betriebe, die aber über eine Stempelhure verfügen, zwingen meist alle ihre Angestellten zum regelmäßigen Stempelhurenbesuch, mögen es nicht, wenn man den Besuch bei ihr vergisst und erlauben auch nicht, dass man die Stempelrechte auf Freunde und Kollegen überträgt. Die Stempelhure ist übrigens eine der wenigen Huren, die gleichermaßen von Kamelen und Kamelinnen in Anspruch genommen wird.
Warnhinweis: Ein großer Rheinfall sind Digitalhuren, sie sind zutiefst unbefriedigend, weil sie ohne Unterlass quarzen.
Beachte: Nach gründlichen Forschungen der Kamelpolizei haben die Hurologen wider Erwarten nichts mit Huren zu tun; ihr Fachgebiet ist der Hurin. Zwar wurde die Hurenkelin eines Hurologen Hure, aber das behurt - äh, beweist - gar nichts.
Klärungsbedarf: Ungeklärt ist bisher, ob Huren gemäß der Relativitätstheorie langsamer gehen, wenn sie sich beim Kommen schneller bewegen.
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Alternative Bezeichnungen für Hur-Hersteller: Zuhälter (z.B. Sir Attila) oder Hurmacher (
Nicht zu verwechseln mit: Hutmacher)
Siehe auch: LSD | Sextanten | Attila der Hurenkönig | Bordsteinschwalbe | Stunde | Freier
Nicht zu verwechseln mit: Nutte | Parkhuhr | Hurensohn | Postituierte | Callgirl
Bitte verwechseln mit: Schlampe | Ben Hur
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