Dein Vadder
Dein Vadder, die neudeutsche Weiterentwicklung von „Dein Vater“, hat es im Gegensatz zu „Deine Mudder“ noch nicht in die rennommierte Flachpresse geschafft und wurde im Gegensatz zu seiner dickeren Hälfte bisher auch noch nicht zum Gegenstand witzenschaftlicher Auseinandersetzungen erhoben. Möglicherweise liegt es daran, dass es bei Deinem Vadder auch wenig zu heben gibt, denn im krassen Gegensatz zur Mittäterin Deiner Existenz ist er ein Fliegengewicht (kuriose Ausnahmen betätigen die Regel, siehe Bild).
Ein weiterer Grund für die Vernachlässigung des eigenen Erzeugers in Pausenhof-Fachgesprächen ist die Höflichkeit: Als wohlerzogener Sprössling, der selbstverständlich mit dem Knigge großgeworden ist, lässt man die Dame vor - besonders, wenn es um die lieben Eltern geht, denn man soll ja Vadder und Mudder ehren (wobei dieses Bibelzitat nicht ganz besagten Kniggestandard erreicht). Deshalb ist es nur recht und vor allem billig, auch in der Alltagssprache zunächst der Mudder zu huldigen. Das haben wir inzwischen ausgiebig getan, jetzt kann sie also nicht mehr beleidigt sein, wenn wir auch Vaddern mal ranlassen.
Für alle Dissateure hier also die neusten Hymnen an das mehr oder weniger starke Geschlecht, dem wir entspringen:
Dein Vadder…
[]Deine Mudder
[]in den Nachrichten
[]Darth Vader
[]Unser Vadder!